Kunstharz oder Beton: welches Material?
Kunstharz erlaubt feine Details bei geringem Gewicht, Beton bringt mineralische Präsenz und Standfestigkeit. Ein ehrlicher Vergleich.

Das ist die häufigste Frage, und die Antwort hängt weniger vom Geschmack ab als von drei konkreten Punkten: der Traglast Ihres Untergrunds, der Windexposition und der gewünschten Feinheit der Skulptur.
Zuerst das Gewicht
Ein Stück aus Kunstharz von 110 cm wiegt zwischen 40 und 60 kg. Dasselbe Stück in Beton überschreitet oft 200 kg. Auf einer Dachterrasse, einem Balkon, einem Stelzlager-Belag oder einem Holzboden ist die Frage rasch entschieden: Kunstharz geht, Beton verlangt eine Prüfung der Traglast.
Die Feinheit der Skulptur
Kunstharz gibt Details wieder, die Beton nicht halten kann: das Gefieder eines Pfaus, den Faltenwurf eines Gewands, die Locken einer Mähne. Beton, in die Form gegossen, rundet Kanten ab. Für ein stark ornamentiertes Stück ist Kunstharz objektiv überlegen.
Die Windstabilität
Das ist die Schwäche des Kunstharzes. Ein hohes, leichtes Stück in voller Windlage muss beschwert oder befestigt werden; Beton hat dieses Problem nicht. Auf offener Hochebene oder am Seeufer sollten Sie unabhängig vom Material eine Befestigung einplanen.
Die Alterung
- Kunstharz: friert nicht, reisst nicht, behält seinen Farbton über Jahre. Bei sehr langer voller Sonne kann es leicht matter werden.
- Beton: patiniert, ergrünt, nimmt den Charakter des Ortes an. Ein Vorteil, wenn Sie den gealterten Effekt suchen; ein Nachteil, wenn das Stück klar bleiben soll.
Und der Preis?
Bei gleichen Massen ist Kunstharz meist günstiger, vor allem mit der Lieferung gerechnet: Zwei Personen genügen, wo Beton ein Hebegerät verlangt. Ein auf dem Datenblatt unsichtbarer, am Aufstelltag aber sehr realer Kostenpunkt.
Unsere Haltung ist einfach: Für die grosse Mehrheit dekorativer Projekte ist Kunstharz die richtige Wahl. Beton rechtfertigt sich bei stark windexponierten Stücken oder wenn die mineralische Patina Teil des Gesuchten ist.